Nina Beck - beste Nachwuchs-Köchin Deutschlands 2015

ausgezeichnet geniessen

Jung – weiblich – erfolgreich: Diese Frau genießt, was sie tut

Die Generation Y weiß nicht, was sie will, ist Herausforderungen nicht gewachsen und ständig auf der Suche nach easy living. Heißt es. Stimmt das? Wir haben die beste Jungköchin Deutschlands gefragt.

Hotel „Traube Tonbach“, es ist Montag, Ruhetag. Das Ambiente ist gediegen, edles Holz, weiß eingedeckte Tische. Die Dame an der Rezeption trägt Dirndl, sie begrüßt mit professioneller Zuvorkommenheit. Da fliegt die Tür auf, begleitet von einem Schwall frischer Luft stürmt Nina Beck herein, strahlende Augen, rote Bäckchen, breites Lächeln: „Entschuldigung, ich bin zu spät!“ Na ja, fünf Minuten. Die frischgebackene Köchin ist der Jung-Star des Hauses. Sie wurde 2015 zur besten Nachwuchs-Köchin Deutschlands gekürt. Im Gespräch mit dem Teinacher „Extrablatt“ zeigt sie viel Nachdenklichkeit – und Lebensfreude.

Nina Beck ist beste Jungköchin Deutschlands

Frau Beck, wie wird eine junge Frau, die nicht in der Gastronomie groß geworden ist, Auszubildende bei einem der besten Köche des Landes?
Nina Beck: Ich habe mir einfach den Guide Michelin geholt und die besten Adressen in Baden-Württemberg herausgesucht. Zwei davon sind ja hier in Baiersbronn, die Schwarzwaldstube von Harald Wohlfahrt und das Bareiss von Claus-Peter Lumpp. Beide haben drei Michelin-Sterne. Harald Wohlfahrt hat mich zum Probearbeiten eingeladen und mich nach drei Tagen gefragt, ob ich bleiben möchte. Diese Entscheidung fiel mir nun wirklich nicht schwer!

Was glauben Sie, hat dabei für Ihren heutigen Chef den Ausschlag gegeben?
Nina Beck: Ich kann auch im größten Stress Ruhe bewahren. Das hat man mir auch beim Landesentscheid der Jugendmeister bestätigt. Dort hieß es, man habe noch nie jemanden gesehen, der beim Wettbewerb so ruhig war.

Woher kommt eigentlich Ihre Begeisterung fürs Kochen und das gute Essen?
Nina Beck: Meine Mama und mein Opa haben immer gern und gut gekocht. Und ich habe als Schülerin viel gekellnert. In der Gastronomie zu arbeiten, hat mir immer großen Spaß gemacht.

Was halten Sie von den ganzen Kochshows im Fernsehen?
Nina Beck: Finde ich gut. Diese Shows rücken die Themen Kochen und gute Ernährung in den Fokus. Allerdings werden die Köche da mehr zu Entertainern. Und ich frage mich, wer eigentlich in deren Restaurants kocht, wenn sie ständig vor der Kamera stehen …

Und wie stehen Sie zu den ganzen Food-Trends wie zum Beispiel veganes Essen?
Nina Beck: Ich folge keinen Trends. Sich nur vegan zu ernähren, finde ich etwas übertrieben. Man sollte natürlich auf gute Qualität achten und kein Fleisch aus Massentierhaltung verwenden. Aber Fleisch muss bei mir schon auf den Teller.

Gehen Sie privat noch essen?
Nina Beck: Oh ja! Ich genieße einfach gerne. Außerdem kann ich mir da bei Kollegen neue Ideen holen.

Was ist Genuss für Sie?
Nina Beck: Das kann ein ganz einfaches Gericht sein, das ich selbst in Ruhe und mit Liebe zubereitet habe. Eine Pasta, zum Beispiel. Ich liebe die filigrane Arbeit beim Kochen, das Zusammenspiel der Aromen – und wenn es dann gut schmeckt!

Was machen Sie in Ihrer Freizeit und wohin geht es im Urlaub?
Nina Beck: Ich arbeite fünf Tage in der Woche. In dieser Zeit gibt es nur die Arbeit. Wenn ich freihabe, muss ich erst mal runterkommen, Ruhe finden. Und im Urlaub gehe ich nach Hause, meine Familie besuchen, meine Großeltern, meine Freunde.

Ist die Familie wichtig für Sie?
Nina Beck: Das Wichtigste in meinem Leben! Ohne Familie geht es nicht. Sie ist das, was alles zusammenhält. Vor allem während der Ausbildung habe ich die Unterstützung von zu Hause sehr gebraucht.

Gehören Sie eigentlich zur viel diskutierten Generation Y? Was zeichnet sie aus?
Nina Beck (zuckt die Schultern): Ehrlich? Keine Ahnung!

Haben Sie eine Erklärung dafür, dass die bekannten, erfolgreichen Köche fast ausschließlich Männer sind?
Nina Beck: Wegen der Familie. Es ist in diesem Beruf unmöglich, eine Babypause zumachen. Ich denke viel darüber nach. Aber noch habe ich ja ein bisschen Zeit.

Hand aufs Herz – in wessen Küche würden Sie gerne mal Mäuschen spielen?
Nina Beck: in der von Bocuse …

Nina Beck

Nina Beck, 22 Jahre
Frischgebackene Köchin im Team von Sterne-Koch Harald Wohlfahrt, Hotel „Traube Tonbach“, Baiersbronn. Sie hat die Deutschen Jugend-meisterschaften des Gastgewerbes 2015 im Beruf Koch/Köchin für sich entschieden. Vergeben wird der
Preis vom Hotel- und Gaststättenverband, unterstützt von Teinacher

Teinacher unterstützt den Nachwuchs
In Baden-Württemberg ist Teinacher Premiumpartner des DEHOGA. „Als Förderer des Gastgewerbes nimmt Teinacher im kulinarischen Leben sowie in der Gastronomie Süddeutschlands einen hohen Stellenwert ein“, heißt es im DEHOGA Magazin. „Die Ausbildung und Förderung des Nachwuchses liegt uns besonders am Herzen“, so Marketing Manager Thomas Schmid. Ebenso wichtig ist die Weiterbildung. Durch die Unterstützung der Mineralbrunnen Teinach GmbH bietet die DEHOGA Akademie in Bad Überkingen zahlreiche Bildungsangebote günstig an. Darunter stehen mindestens 20 Seminare unter der Teinacher Schirmherrschaft, etwa mit der Top-Sommelière, Dozentin an der DEHOGA Akademie und Teinacher Genussbotschafterin, Christina Hilker. Teinacher sponsert zudem die Events der 47 Kreisstellen in Baden-Württemberg, das sind Mitgliederversammlungen, die Jahreshauptversammlung oder der Neujahrsempfang. Dies gilt auch für Messen und Fachkongresse des Verbands.

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