Saure Kutteln

An ihnen scheiden sich die Geister – und die Geschmäcker: Saure Kutteln sind gewiss nicht jedermanns Sache. In der bodenständigen schwäbischen Küche haben die Innereien jedoch eine lange Tradition. Und für so manchen Schwaben ist es der ultimative „Einbürgerungs-Test“ für „Neigschmeckte“: Isst er Kutteln oder isst er sie nicht …

Saure Kutteln

Bereits im Griechenland der Antike waren Kutteln als Mahlzeit bekannt und wurden sogar schon bei Homer erwähnt: Angeblich gehen die am Spieß gebratenen Innereien vom Lamm mit Kutteln auf die Opferschmäuse am Altar des Zeus zurück.

Erst als im letzten Jahrhundert Fleisch erschwinglich wurde, kam es aus der Mode, auch die Innereien zu essen, und Kutteln bekamen den Ruf eines “Arme-Leute-Essens”. Saure Kutteln sind eine traditionelle badisch-schwäbische Spezialität, die sich zunehmend wieder einer hohen Beliebtheit erfreut.

Für manchen schwäbischen Narren sind “Saure Kutteln” außerdem während der Fastnachtszeit ein unabdingliches “Muss”, sie gehören dazu wie das Salz in die Suppe. Besonders im Alemannischen sind saure Kutteln ein traditionelles Aschermittwochessen, mit dem die Narren das Ende der geselligen Fasnacht noch etwas hinauszögern.

 
Geschichte der Kutteln
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Der Fleischverbrauch war im Mittelalter in der Regel höher als heute, auch beim einfachen Volk.

Saure Kutteln
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Saure Kutteln

Saure Kutteln sind ein traditionelles Rezept der bodenständigen schwäbisch-badischen Küche.

Saure Nieren
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Saure Nieren

Ein deftiger Genuss aus Großmutters Küche sind die sauren Nieren.

Gröschts
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Gröschts

Die deftige Mischung aus verschiedenen Innereien ist ein traditionelles badisches Fasnachtsmontagsessen.

Narrensprung
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Von Hästrägern und Narrensprung: Dies sind die Bräuche und Traditionen der schwäbisch-alemannischen Fasnet.