Spargelanbau

ausgezeichnet regional

Hierzulande beginnt die Spargelsaison meist in der zweiten Aprilhälfte und endet offiziell am 24. Juni, dem "Johannistag". Das Ende der Spargelsaison beschreibt auch eine alte Bauernregel: "Kirschen rot, Spargel tot."

Spargelanbau

Boden
Die schnelle Erwärmung des Bodens im Frühjahr ist ausschlaggebend für einen frühen Erntebeginn und die Zartheit der Stangen. Sonnige Standorte sind daher besonders gut für den Spargelanbau geeignet. Schon bei einer Bodentemperatur von etwa 12 Grad Celsius beginnt der Spargel zu wachsen, bei sehr günstiger Witterung bis zu 0,75 Zentimeter pro Stunde.

Spargeldämme
In den Anbaugebieten sieht man während der Spargelzeit überall die typischen aufgeschütteten Spargeldämme. Sie verlängern dem Spargelspross den Weg an die Oberfläche. Mangels Sonnenlicht bildet der weiße Spargel kein Chlorophyll und behält so seine typische blasse Färbung. Grüner Spargel wächst ebenerdig und wird nicht vor Sonnenlicht geschützt, er ist daher in voller Länge kräftig grün gefärbt.

Spargel stechen
Immer noch ist Spargelernte Handarbeit, auch im Teinacherland. Besonders der weiße Vertreter verlangt eine behutsame Behandlung: Kleine Erdrisse im aufgeschütteten Damm zeigen, wo sich eine erntereife Stange unter der Oberfläche befindet. Mit den Fingern wird sie freigelegt und mit dem Stechmesser am unteren Ende abgetrennt. Der gestochene Spargel wird zum Schutz vor Austrocknung am besten sofort mit einem Tuch abgedeckt. Die beim Stechen entstehenden Löcher werden anschließend wieder glattgestrichen.

Leichter ist die Ernte des grünen Spargels, da er ebenerdig wächst: Wenn die Triebe eine Länge von 15 bis 20 cm erreicht haben, werden sie knapp unter der Bodenoberfläche mit einem scharfen Messer abgeschnitten. Die Stangen werden geschnitten, bevor sich die Deckblätter der Köpfe lockern.

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