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Winzer der Saison

Weingut Bruker


Der schwäbische Dialekt ist herzlich und direkt. So schlotzt der Schwabe oder die Schwäbin gerne „a Achdele Wein“. Bei Kennern aus dem Schwabenland handelt es sich dabei meist um einen „furztrockenen Wein“. Ebensolche Weine produziert Markus Bruker aus dem nordöstlich von Ludwigsburg gelegenen Großbottwar.

„Furztrocken“ nennt Markus Bruker seine Weine also und erzählt weiter von sich: „Meine Herkunft könnte ich, wenn ich es denn müsste, nur schwer verleugnen, ich bin nun mal ein Schwabe. Man hört's. Und das ist gar nicht schlecht. Schwaben sind schließlich heimatverbunden, fleißig und gastfreundlich. Beste Voraussetzungen also für einen, der Wein machen und ihn verkaufen will“.

Allerdings möchten wir Markus Bruker noch einige weitere Eigenschaften attestieren. Zum Beispiel vinologisches Feingefühl, Talent und Präzision. Diese Fähigkeiten schmeckt man durch sein gesamtes Portfolio hindurch. Das ist durchaus umfangreich und reicht von den klassischen Gutsweinen aus den Rebsorten Riesling, Trollinger und Lemberger bis hin zu in der Region exotischen Rebsorten wie Sauvignon Blanc oder Cabernet Sauvignon. Die Voraussetzung, um diese vielfältigen Rebsorten anzupflanzen, schaffen die sehr unterschiedlich beschaffenen Weingärten von Markus Bruker. Diese verteilen sich über ca. 10 Kilometer rund um Großbottwar herum.

Ein gutes Beispiel für eine nicht so typische Rebsorte in der Region, mit der Markus Bruker auftrumpft, ist der Sauvignon Blanc „503 Lichtenberg“ aus dem Jahrgang 2018. Der Wein wurde in schon mehrfach gebrauchten Barriquefässern ausgebaut. Dies hat den Vorteil, dass er an Komplexität gewinnt, aber nicht nach Holz schmeckt. Der Wein duftet nach einem ganzen Korb von exotischen Früchten, beispielsweise Mango, Papaya, Guave, Cassis und Limette. Begleitet wird der „Obstkorb“ von appetitlichen vegetabilen Noten: grüne Bananenschale, Paprika, wilder Salbei, Brennnessel und schwarzes Johannisbeerblatt. Im Geschmack hält er, was er im Duft verspricht und präsentiert sich mit voller, süffiger Frucht, erfrischender Säure und feiner Würze. Damit passt der Wein traumhaft zu exotischen Fisch- und Krustentierkreationen.

Natürlich kann auch ein bodenständiger Schwabe kosmopolitisch und weltoffen sein. Weinnamen alla Rockxy, Black Berry, Dickes Ding und Black Jack sprechen auch urbane Weinfreunde an.

Die Cuvée aus Lemberger, Spätburgunder und Zweigelt aus dem Jahrgang 2015 ist ein echter Allrounder, von dem man gerne das eine oder andere Glas mehr trinkt und der mit seinem reifen Duft nach Zwetschgen, Preiselbeeren, dunklem Pflaumenmus in Kombination mit Nougat und Weihrauch betört. Nelke, Zimt und Kardamom ergänzen das elegant ineinander verwobene Aromenspektakel. Der Geschmack ist fulminant, geprägt von weichem Gerbstoff und geschliffener Säure, zugleich aber unglaublich anregend. Es ist genau der richtige Begleiter zu Schmor- und fernöstlich angehauchten Geflügelgerichten.

Alle Weine aus dem Hause Bruker zeichnet ein toller Trinkfluss aus. Der ausnahmsweise halbtrockene Riesling Oberstenfeld Spätlese Rotkeuper aus dem Jahrgang 2017 präsentiert sich als delikater Tropfen, der nach Apfel, Pfirsich, junger Ananas, hellen Blüten und Blütenhonig duftet. Zarte steinige Noten und ein Hauch Limettenschale verleihen ihm bereits in der Nase eine schöne Struktur. Auf der Zunge trifft seine anregende Säure auf eine verführerische Süße. Dieses Zusammenspiel und der niedrige Alkohol von unglaublichen 7,5 Volumenprozent führen dazu, dass man ihn selbst schon als erfrischendes Dessert genießen könnte. Besonders schön entfaltet er sich aber in Begleitung von fruchtigen Desserts mit Eis und Sorbet.

Wie eingangs erwähnt beschreibt sich Markus Bruker selbst als gastfreundlich. Da ist es nur konsequent, dass er unlängst in der ehemaligen Besenwirtschaft des Weingutes ein Restaurant eröffnet hat. „Magdalen's“ hat er es als Hommage an seine viel zu früh verstorbene Mutter genannt. Sie war selbst eine großartige Gastgeberin und in ihrem Sinne sollen sich die Gäste hier einfach nur wohl fühlen. Der Küchenchef des Magdalen's Jörg Berghoff schafft mit seiner Speisenauswahl, die von bodenständigen Klassikern bis hin zu kreativen Interpretationen reicht, eine wunderbare, schmackhafte Bühne für die Weine von Markus Bruker. Vermutlich wird man in der Gaststube des Magdalen's also öfters hören: „I benn babbsadd, abbr a Gläsle gohd no!“

Weingut Bruker
Kleinaspacher Straße 18
71723 Großbottwar
T  07148 92105 0 
Mail: info(at)weingut-bruker.de
www.weingut-bruker.de

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BILDNACHWEISE
(von oben nach unten)

  1. Video: Mario Hegewald 
  2. Fotografie: Weingut Bruker, VOLTAIRE weiss urban GmbH