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Winzer der Saison

Weingut Nägelsförst


Vor 750 Jahren haben die frommen Frauen des Zisterzienserklosters Lichtenthal die Basis für das Weingut NÄGELSFÖRST geschaffen. Denn sie erkannten, dass wenige Kilometer westlich von ihren Klostermauern eine Region mit großem Potential für ausgezeichnete Weine schlummert.

Der Zisterzienserorden ist nach dem Gründungsort, Kloster Citeaux (zu Deutsch „Zisterz“), benannt. Das Mutterkloster liegt in unmittelbarer Nachbarschaft der berühmtesten Weinbaugemeinden des Burgunds. Und so war es wenig überraschend, dass die Zisterzienserinnen Pinot Noir-Rebstöcke von dort mitbrachten und den Grundstein für den Weinbau hier am Rande des Schwarzwaldes legten. Pinot Noir und weiße Burgundersorten spielen auch aktuell noch eine gewichtige Rolle im 33 Hektar großen Weingut NÄGELSFÖRST, das 2018 mit berechtigtem Stolz sein 750-jähriges Bestehen feiern konnte.

Heute vereint das Weingut gekonnt große Geschichte mit moderner Kellertechnik und einem frischen Erscheinungsbild. 80 Prozent der Rebfläche erstrecken sich über einige der besten Cru-Lagen der Region: Varnhalter Klosterbergfelsen, Umweger Stich den Buben, Engelsfelsen Bühlertal, Neuweierer Mauerberg. Kein Wunder also, dass im Weingut NÄGELSFÖRST charaktervolle und hochwertige Weine gekeltert werden. In bester Tradition der weiblichen Begründerinnen des Weingutes ist neben dem Önologen Steffen Röll die Kellermeisterin Annette Bär verantwortlich für die Weine.

Probieren durften wir im Weingut bei unserem Besuch unter anderem den 2017er Weißburgunder TAUTÄNZER trocken. „Schimmernde Tauperlen auf reifen Trauben an einem frühen Herbstmorgen, wenn der aufsteigende Nebel sich auf die kühlen Reben legt“, so beschreibt das Weingut den feingliedrigen und eleganten Weißburgunder, der mit einem Duft von hellen gelben Früchten, Apfel und einem Hauch Anis sozusagen den Tanz eröffnet und mit cremiger, sanfter Textur fortführt, um dann in einem pikanten und durchaus erfrischenden Finish zu enden. Ein Wein für jede Gelegenheit, solo ein Genuss – aber auch perfekt zusammen mit dem ausgewählten Gericht der Speisemeisterei Stuttgart, der Forelle aus dem Schwarzwald mit Roter Bete, Kalbshaxe, Sonnenblumenkernen und Buttermilch.

Verkostet wurde ebenfalls der 2016er Spätburgunder ALTE REBEN TALBLICK Bühlertal trocken, der „den stolzen Ausblick von den alten, steilen Weinbergslagen hinab ins Bühlertal nach erledigter Handarbeit“ ins Glas transportiert. Ein duftiger, verführerischer und zugleich tiefgründiger Tropfen, der nach Waldhimbeeren, Schlehe, Sauerkirschen, einem Hauch Laub und Trüffel duftet. Der TALBLICK schmeckte saftig und druckvoll mit anregender, burgundischer Säure. Er ließ uns förmlich das Wasser im Mund zusammenlaufen und machte Lust auf feine Fleischgerichte aller Art. Als besonders feines Pendant durften wir ihn dann im Restaurant Speisemeisterei zum Rinderfilet von der Alten Kuh mit Trüffelkruste, Rosenkohl, Rotkrautsalat und Kartoffelschaum genießen.

Kurz vor der Verabschiedung wurde uns schließlich noch ein echtes Schmuckstück offeriert: der Karat Crémant Blanc de Blancs, der mindestens 24 Monate auf der Hefe lagerte und aromatisch mit feiner Birnenfrucht, Honigmelone, duftigen, süßen und hellen Blüten betörte. Sein Mousseux war wunderbar anregend und präzise. Wir durften eine wunderbare Zeit bei NÄGELSFÖRST erleben, einem Weingut, das dem eigenen Anspruch absolut gerecht wird: Man kann hier Träume trinken – und verlässt den Ort beschwingt und erfüllt, um in naher Zeit erneut dort einzukehren.

Weingut NÄGELSFÖRST
Nägelsförst 1
76534 Baden-Baden
T  07221 33555 0
Mail: info(at)naegelsfoerst.de
www.naegelsfoerst.de

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BILDNACHWEISE
(von oben nach unten)

  1. Video: Mario Hegewald 
  2. Fotografie: Weingut NÄGELSFÖRST